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Titel – Thema: Sein & Schein
(Recherche-Analyse-Folgerung)

Natürlich gibt es im Berufsleben wichtigeres als Titelführungsfragen. Andererseits sollte allerdings aus gebührendem Respekt gegenüber akademischen Titeln bei uns und auch  international alles seine geregelte Ordnung haben. Nur welche?

Fakten und Hintergründe hierzu im folgenden Beitrag!

Chr. Saunus

Siehe zur Bildungs-Thematik Inflationäre Einser-Abiturnoten und Akademische Dr. Graduierung den Beitrag unter:

https://christoph-saunus.de/beitraege/artikel/epizentrum-weisse-welle

Brauchen wir einen EURO ING?

In aller kontroversen (Un)Bescheidenheit: Brauchen wir angesichts rasant steigender Titel-Betrugsdelikte zwecks schamloser Veredelungen verkrachter Berufsbiografien respektive zur obsessiven Ego-Imagepolitur jetzt auch noch als irritierende „Technik am Bau“ einen bis dato in der Branche völlig unbekannten Europa Ingenieur (EUR ING) für alle Fälle? Es geht hierbei um den Euro ING und nicht etwa trivial um den € zur defizitären Budget-Aufstockung! Oder ist Reputation doch die wichtigste Währung?  Neugierig? Auf geht`s, anschnallen und…einmal durch die diabolicus (teuflische) Hölle und retour!

Couragiertes Schreiben statt betroffenes Schweigen

Es geht beim akademisch diffusen Titel-Thema „Ingenieur-Allmacht oder Ohnmacht“ mit dem einhergehenden Wertewandel aufgrund professioneller Titelbetrügereien um teilweise Existenzen gefährdende Grauzonen mit bisweilen verheerenden Konsequenzen für im doppelten Wortsinn Direktbetroffene sprich Betrogene. Laut konservativen Schätzungen wird bei über 50 % der Bewerbungen hinsichtlich der Angaben zur Ausbildung bzw. Fachqualifikation nicht nur geflunkert und geschummelt sondern nach dem Credo „wenn`s ernst wir, muss man lügen“ auch massiv gefälscht und betrogen. Aufgrund dieses Tatbestandes gibt es, wie ich meine,  ein erhebliches Diskussions- und Klärungspotenzial.

EU zertifizierte Berufssachverständige

Brauchen wir im Baubereich neben den von der Industrie und Handelskammer oder Handwerkskammer ö. b. u. v. Gutachter jetzt tatsächlich auch noch zusätzlich „EU zertifizierte Berufssachverständige“?

Sorry – folgende Info-Sinnfragen: Warum werden - mit welchen Eigennutzen - bei welchen Gutachterinstituten - mit welchem Mehrwert - in welcher Kostenhöhe - mit welchen Berufs-Qualifikationen - für welche Sachbereiche - von wem autorisiert - personifizierte Präqualifikationen erteilt? No Comment!

Ungeniert-Titel regeneriert – Nachfrage bestimmt Angebot

Wie eigentlich allseits bekannt und unlängst erneut wieder eindrucksvoll zu lesen, schafft die Hydra Eitelkeit ständige Nachfrage.

Derzeit  gibt es weltweit tausende dubiose Titelmühlen die als seriös akkreditierte Universitäten getarnt, ohne großen Studiumaufwand versteht sich,  sogenannte aquademische - sorry akademische Fake- Qualifikationen an ihre „Absolventen“ verleihen.  Bei diesen, als sogenannte Discount-Schnäppchen verramschen pseudo Studium-Abschlüssen handelt es sich gemäß  Hochschulgesetz bisweilen um strafbare Abschlüsse, Titel, Diplome etc. vom  Bachelor über Master bis hin zum elitären Dr. Plag, Dr. WC, Dr. Fummel usw. Was wundert wenn nach dem Credo - dem Ingenör ist nichts zu schwör - auch in Deutschland diese  Influenza -Titelsucht inzwischen weit verbreitet ist. Die Nachfrage zur illegalen Placebo-Titel-Droge  wird bis in hochrangige Etagen von einigen Elitären bequem selbst befriedigt. Nach dem Krähen-Prinzip traut man sich nicht, dem Ethik & Monetik top secret Code verpflichtet, diese gefährliche Kariere- Infektion als das was sie ist, nämlich prophylaktisch als Doping-Profilneurose stationär clean zu behandeln. Warum soll diese Verwässerung ausgerechnet im H2O-Wellnassbereich nicht stattfinden?  Haben einst nicht nur die Medien den Titelhändler Konsul Weyer - Graf von York - hofiert?

Augenöffner: „Dr. Dödel“ von Alexandra Zykunov, UniSPIEGEL 1/2015

Um das immer  weiter ausufernde Schadensausmaß aufgrund der o. g. vorsätzlichen Titelmissbräuche u. ä. dreister Qualifikations-Betrugsdelikten in hemmungslos gefälschten Bewerbungen einzudämmen, beauftragen Großunternehmen zwecks Durchforstung dieses „akademischen Wildwuchs-Fachbereiches“ bereits Spezialfirmen, welche bei Bewerbern ggf. die Fall- bzw. Durchfallhöhe bei der Messlatte „Schein &Sein“ akribisch prüfen.

Onlineauftritte zur persönlichen Imagepflege

Um auch noch zusätzlich das kommunikative Online-Qualifikations-Profil des gläsernen Bewerbers als mitentscheidendes berufliches Eignungsfaktum auf Internet-Reputations-Kriterien hin zu überprüfen, gibt es inzwischen nicht nur in Amerika sondern bereits ansatzweise auch bei uns,  etablierte Social-Media-Agenturen. Diese sogenannten „Klout-Scorer“ fanden personenspezifisch für Auftragsfirmen mit Hilfe eines geheimen drei Kategorien-Algorithmus von 0 bis 100  im virtuell vernetzten Schwarm-Territorium wie z. B. Facebook, Twitter, You Tube und anderen Medienaccounts. Die ermittelten Präsentations-Indikatoren gelten dann als wichtiges Qualifikationsparameter im Bewerber-Medienranking. Orwell ist bereits Realität!

Hierzu passend ein Nachruf auf einem niederbayerischen Plagiat-Friedhof: „A Leb`n lang ham`s eahm nix nachweis`n können, aber jetzt ham`s`n überführt.“

Die Wa(h)re Gerechtigkeit

Besorgte Kenner der Baubranche glauben daher, dass die „Wahre Gerechtigkeit“ per se nicht die wahren Gründe für beabsichtigte Schließungen von zweifelsohne vorhandenen Systemlücken im Ingenieur-Definierungsdschungel  sind. Namhaften Experten und zugleich streitbaren Bedenkenträger kolportieren wohlwissend, dass es neben der schöngeistigen heilen Titel-Welt im Elite-Milieu inzwischen auch eine voll etablierte Parallelwelt gibt,  bei der es um die individuelle Nutzung von akribisch gesuchten Lücken im Academy Building Technologis Systems (klingt gut) zwecks lukrativer Manipulationen geht. Sprich, um dreiste Abzockerei, bei dem die zentrifugalen Kräfte der Ingenieur-Spirale in dem schwindelerregenden Titel-Roulette immer bedrohlicher außer Kontrolle gerät.

Der Ingenieur hat`s schwör

Merke: Wenn`s um den Erwerb des schnellen Titels geht, ist in diesem an Pseudologia phantastica leidenden Business für clevere Headhunter und gerissene Ghostwriter-Karrierelayouter immer noch ausreichend Luft nach unten sorry oben.

Im Klartext: Placebo-Exzellenzinitiativen mit publizistischer Selbstvermarktung von eindrucksvollem Ingenieur-Design oder Nichtsein als wahrnehmungstäuschende Ego-Politur für Mainstream-Titellose(r)? „Mein Gott, ist das beziehungsreich, ich glaub, ich übergebe mich gleich“, sagte einst der Dichter und Denker Robert Gernhard. Zum vorstehenden Kontext die augenzwinkernde 360° Diagnose über den Status Quo oder Quo Vadis im Ingenieur(un)wesen unter dem ultimativen Branchencredo: Der Inginiör hat`s schwör, das Ing.-Genie nie! Oder als profane Berufspersiflage: „Bäcker und Friseure bezeichnen sich inzwischen als Ingenieure“. Sorry, bitte die Schmonzette nicht als diskriminierende  Schelte gegenüber ehrbaren Handwerk missverstehen!

Pleiten, Pech & Peinlichkeiten, na und?

Vorwort: Denk ich an die Titel(ohn)macht in der Nacht, hat mich das um den akademischen Schlaf gebracht! Anlehnung an Heinrich Heine. Sicherheitshinweis: Vorsicht beim Lesen der folgenden 6 Härtefälle! Sie stammen nämlich nicht unmittelbar aus dem Stammtisch-Hoheitsgebiet unserer alltäglichen Tratschgesellschaft sondern sind augenöffnender Bestandteil dieses akademischen Titel-Beitrages.

Härtefall No. 1: Skrupelloser Albtraumarzt  Dr. Frankenstein aus Holland soll, wie zu lesen, jahrelang unbehelligt folgenschwere medizinische Kunstfehler begangen haben bis hin zum Selbstmord eines verzweifelten Patienten. Aufgrund bürokratischer  Approbations-Entzugswirren konnte der leibhaftige Dr. med. Mabuse mit Pseudoidentität auch ungehindert im überbürokratischen Deutschland hyperaktiv sein medizinisches Unwesen praktizieren. Unvorstellbar!

Härtefall No. 2: Clevere Pseudo-Fachärzte sind jahrelang mit akademischen Ghostwriter- Medizinstudium und gefälschten Headhunter  Dr. Titel in Krankenhäuser und in Privat-Praxen ohne approbativer Röntgen-Durchleuchtung tätig und keine Ärztekammer hat`s gemerkt. Skandalös!

Härtefall No. 3: Ein autodidaktisch abgehobener Hobby-Pilot  aus Schweden jettet als aerodynamischer Senkrechtstarter ohne Flight-Elchtest d. h. ohne Ausbildung respektive mit „Do it yourself Fluglizenz“, über ein Jahrzehnt ahnungslose Passagiere als Flug-Captain   mit exterritorialem Dusel schadlos um die weite Welt; bis zur unfreiwilligen Bodenhaftung mittels beruflicher Notlandung respektive  Karriereabsturz . Unglaublich!

Härtefall No. 4: Die von abgezockten Titelschändern, widerwärtigen Milliarden-Jongleuren, fiesen Großbetrügern und gierigen Mega-Pleitegeiern hinterlassenen Blutspuren werden aufgrund der abgebrühten und niederträchtigen Machenschaften in der kriminellen Beutekunst-Bohe`me immer länger und länger. Kein Wunder, denn was passiert mit den zwangsweise per Interpol heimgekehrten Multi-Abzockern nach weltweiter Flucht mit jahrelangen exorbitanten XXL-Luxusleben und ihren irgendwo sicher gebunkerten Millionen-Peanuts? Während ehrenwerte Handwerker reihenweise schuldlos in Insolvenzen gingen, redlich schaffende Familien nicht nur emotional an den Existenzabgrund getrieben wurden widerfährt diesen  gerissenen Raffgier-Baulöwen, arglistischen Crash-Trendsetter  & Co. der  moralsenkende Abwrackpromi-Bonus. Nach wortakrobatisch geheucheltem Geständnis-Deal, oh Wunder, lässt Justiziar mit verrutschter Augenbinde als Täter-Opfer-Ausgleich demokratisch legitimierte  Gesetzesmilde mittels Anwaltsdeal walten.  Statt 15 Jahre Mindest-Strafmaß im Vollzug gibt`s pro forma für`s Kavaliersdelikt ein paar Jährchen Luxuszellenaufenthalt incl. Shopping-Freigang mit zugesicherter Frühentlassung wegen guter Führung bei demutsvoller   Inanspruchnahme der Tränendrüsen-Schuldnerberatung. Wen kümmert die vom Karlsruher Verfassungsgericht zwar beanstandete jedoch in der Gerichtspraxis auf  Kosten der Rechtsverdrehung, sorry aus Kostengründen weiterhin ausufernden  Schachermethode bzw. intransparenten Dealabsprachen  mit exklusiver Täter-Dekadenzvorsorge?

Knastkarriere-Comeback included

Spätestens nach dem Knastkarriere-Comeback der zwangsweise geouteten  Spätheimkehrer – jeder muss im sekulären Rechtsstaat  eine zweite ggf. auch unzählige Chancen bekommen -  brummt mit freundlicher Unterstützung bestimmter Boulevard-Medien als Bewährungshelfer erneut das interaktiv enthemmte Investment-Mehrwertgeschäft der Ethik der Monetik bei den multifunktionalen Moral-Totengräbern. Wieder fit für erneute Schweinereien im Unrechts-Business betätigen sich uno sono die rabiaten Knacki - Pseudologen nach dem Größenwahn-Erfolgscredo „Profilieren & Profitieren“ entweder als begnadete Edelfeder mit Bestseller-Autorenanleitungen zum cleveren Info-Täuschungs-Transmitter und / oder arglistig durchtriebene Managementberater oder als spinnernde Heilsverkünder von eigenen Gnaden etc. pp. Hierbei bewahren die geläuterten Gutmenschen oder wohl treffender arschkalten Vermögensberater aus dem karrieregeilen Big-Business  u. a. unterbelichtete Neureiche, gutgläubigen Geldadel usw. vor dem Schreckgespenst der Armut. Wer´s nicht glaubt, muss dran glauben! So einfach ist das mit den vielen absolut gerichtsresistenten Wahrheiten, oder auch nicht! Wehe, es wagt einer mit Tacheles, die den Bull-Shitsstorm verursachenden abgefuckten Gesellschafts-Parasiten öffentlich nicht nur „mutmaßlich“ sondern couragiert beim richtigen Namen zu nennen. Laut Scharfrichter und Lügenkittel stigmatisiert nämlich die Namensnennung  die Würde des aktenkundig registrierten Triebtäters und erfüllt somit einen strafrechtlichen Tatbestand. Toll, überführte Täter erhalten ultimativen  „Bestandsschutz“ und leidensfähige Opfer überlässt man mit hoffnungsloser Rechtserosion sich selbst.

Härtefall No. 5: Bei gigantischen Prestige-Monumentalprojekten „best of GERMAN DESIGN“ werden mit inkompetenten Kaltstarts und gravierenden Kontrolldefiziten  Milliarden ruinös im Moloch Bau versenkt. Stichwort: Flughafen Berlin, Elbphilharmonie Hamburg,  Landesarchiv NRW in Duisburg usw. Währenddessen  klopft sich die ganze Welt angesichts der von desorientierten „Made in Germany Nullen“ verursachten Zahlenakrobatik-Lachnummern in astronomischen Schmerzensgeldhöhen amüsiert auf die Schenkel. Nach den erfolgreichen Worst cas Bau-Szenarien sitzen unsere funktionstechnisch völlig überforderten Smiley-Volks(ver)treter und zugleich moralisch multiresistenten Volksverräter,  ihr narzisstisches Sick Building Syndrom („Krankes Gebäude Syndrom“) - erstmals 1983 mit Copyright von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Epidemie-Befindlichkeits-Phänomen diagnostiziert - bequem in prestigeträchtigen Aufsichtsräten aus. Und dieses allerorten mit obszön Verantwortung delegierenden Zynismus, bei dem der Suverän  (geschröpfte Steuerzahler) zwangsweise mit muss. Staatstragender Rechtfertigungs  O Ton der total abgehobenen Unschuldstriebtäter nach dem Super Gau am Bau z. B. des spektakulären Berliner Blindfluges: „Ja Schuldigung! Wir übernehmen Verantwortung! Haften aber selbstverständlich nicht für die folgenschweren Kollateralschäden der exorbitanten zig Millionen Geldverschwendung; stattdessen  blicken wir weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft.“

Härtefall No. 6: Journalistisch Betitelt: „Editor – at – Large“ ist die international übliche Bezeichnung für ehemalige Chefredakteure. Hierzu die Leitspiegelmeldung in der Wochenzeitung „Die Zeit“, 30.01.2014. Der wegen 641.917,99 € Steuerhinterziehung zu einer Strafe von 1 Jahr und 7 Monaten auf Bewährung einschl. 20.000,00 € Geldbuße verurteilte Theo Sommer (83 Jahre), ehemaliger Chefredakteur der Zeit, gibt außerdem seinen Titel „Editor – at – Large“ auf und wird der Redaktion und Verlag als freier Autor verbunden bleiben.  Ist das „Die Zeit“ des Journalistischer-Ehrenkodex: Ethik der Monetik???

Und wir?

Blicken angesichts des Wahnsinns mit Methode ebenfalls schon lange nicht mehr durch. Dürfen aber großzügigerweise für den astronomischen Desaster-Schadenszaster der finalen Monumentalkolosse haften, während  sich die privilegierten Indoor - Gesundbeter zur reanimierenden Erleuchtung auf klösterlicher Outdoor-Pilgerflucht befinden. Und siehe da, als wäre nichts geschehen, pflegen postwendend asymmetrische Polit-Profis mit vital erweiterten Heiligenschein erneut non chalant die Wertschöpfungs-Profilneurosen auf Kosten ihrer leichtgläubigen Schäflein. Gleichzeitig stöhnen unsere unterbezahlten Talkrunden-Touristen als autorisierte Worthülsen Gottes gebetsmühlenartig mit der typisch abgedroschenen Allerwelts-Phraseologiebotschaft, wie megaschwer doch die Politbürde mit den unzähligen Stolpersteinen inmitten bürgerlich verlogener und korruptinfizierten Schlechtigkeiten ist. Solche bornierten Denkkriesen nennt man wohl in der political correctness Zeitgeist-Fachsprache „latent autistisch  gelebte Demokratie in einer irr – realen Scheinwelt“. Okay, man darf nicht verallgemeinern. Auch nicht, wenn die Ausnahme zur Regel wird?

Wie lautet doch noch das 11 Gebot des unantastbaren homo politicus für sein tumbes Wahlvolk im entkodifizierten Klartext: Gegen eure Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens! In Gottes Namen, Vater hab erbarmen; amen!  Schnitt, Klappe und zurück zum Hauptthema.

Euro – Fighter wider Willen

Anlass dieser investigativ recherchierten Journalisten-Polemik zum Schmunzeln waren diverser Anfragen von Kollegen aufgrund einer Dienstleister-Annonce in einer Fachzeitschrift mit dem auch für mich bis dato unbekannten Ausbildungsmerkmal mit der diffus wirkenden Allerwelt-Bezeichnung „EUR ING“.

Hierzu Wikipedia- Feedback: Die getrennte EURO ING Schreibweise ohne Bindestrich mit Leerzeichen widerspricht den Regeln der Deutschen Rechtschreibung (siehe auch Deppenleerzeichen – Leerzeichen in Komposita in Anlehnung an Deppenaprostoph). Zitat Ende.

Welcher Homo-Technicus wird bei so einem intellektuellen Kontext nicht neugierig auf eine informative Standortbestimmung?  Hierbei geht es nicht etwa um den medizinischen Influenza-Virus der Gattung „Ing.-Titelphobie“ basierend auf symptomatischen Aufmerksamkeits-Defiziten der Mutationsspezi Homo-Erectus. Hierfür sind ggf. wehende Weißkittel zuständig. Es geht hier vielmehr um die Beantwortung der technisch tiefenpsychologischen Grundsatzfrage: „EUR ING ein Problemlöser oder ein Teil des Problems“?

Denk-Anstößiges zum EURO ING

Eine gegoogelte Info-Absolution über den besagten EUR ING ergab mit dem Internet-Segen „Urbi @ Orbi“ unter EURO INGenieur folgende verheißungsvoll Augen öffnende Offenbarung:

Der EUR ING geht aus einer Initiative des FEANI und der DVT  hervor und ist kein Produkt des VDI welches die Interessen der Hochschul-Titel Dipl. Ing./ Bachelor/Master vertritt.

Hinweis: Die FEANI (Fédération Européenne d'Associations Nationales d'Ingénieurs - Europäische Föderation Nationaler Ingenieurverbände) unterstützt mit dem Titel EUR ING die Mobilität von Ingenieuren und Technikern in Ingenieursberufen in Europa und international.
EUR ING Logo


Hinweis: Der DVT (Deutscher Verband Technisch-Wissenschaftlicher Verein) vertritt als nationales Monitoring Komitees (NMC) die Belange der Deutschen Ingenieure und Naturwissenschaftler innerhalb der FEANI und setzt sich für die Anerkennung der deutschen Studien- und Ausbildungsgänge im Ausland ein.

Hinweis: Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure e. V.) vertritt die Interessen der Besitzer mit Technik- bzw. Fachhochschul-Studium o. ä. wie z. B. Dip. Ing. / Bachelor / Master im In- und Ausland.

 

Weitere Ingenieur–Organisationen:

  • Zentralverband der Ingenieurvereine in Berlin (ZIB e. V.)
  • Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Naturwissenschaft usw. in Düsseldorf (ASIIN e. V.)

 

EUR ING Qualifikationskriterien

Der Titel EUR ING kann von Ingenieuren und Technikern in Ingenieursberufen erworben werden, welche bestimmte - von der FEANI festgelegte - Kriterien hinsichtlich ihrer Ausbildung und der Dauer ihrer Berufserfahrung erfüllen.

Die zwei Möglichkeiten der Anerkennung als EUR ING laut FEANI-Index:

1. Der Abschluss eines Hochschulstudiums in Ingenieurwissenschaften

(Dipl.-Ing./Bachelor/Master).

2. Sonderfall ohne Studienabschluss: Mindestens 15 Jahre Beruferfahrung

in einem Ingenieurberuf.

Die genauen FEANI -Anforderungen befinden sich auf  der Homepage: http://www.feani.org/ bzw. www.feani.org

Hinweis: Da die FEANI und der DVT  gemeinnützig sind, entstehen für die Antrags-Bearbeitung lediglich folgende Kosten:

265 € für Mitglieder einer Ingenieurorganisation

400 € für Nichtmitglieder

EUR ING Hierarchie:

1. Der EUR ING ist eine private Bezeichnung für den Nachweis der Qualifizierung als Ingenieur/in z. B. auch als Techniker durch langjährige Ingenieurstätigkeit und dient der Vergleichbarkeit mit anderen europäischen Ingenieursausbildungen bzw. –tätigkeiten.

Die übliche Schreibweise ist laut FEANI die Bezeichnung EURO ING direkt hinter dem Namen z. B. A . Schulze EURO ING.

2. Der EUR ING ist im Gegensatz zu den Berufsbezeichnung und Titeln Dipl. Ing., Bachelor oder Master rechtlich nicht geschützt und darf daher auch nicht als solche geführt oder verwendet werden.

Laut DVT: Der EURO ING ist in Deutschland lediglich als Ausweis der Qualifizierung anerkannt und darf ergänzend als (privater) Titel getragen werden.

Alle Akkreditierungs-Klarheiten beseitigt?

Tacheles zum EUR ING:

Studiumpflicht: Nein

Sonderregelung: Ja

Möglichkeit: 15 Jahre Praxis

Titelverwendung: Nein

Berufsbezeichnung: Jein

Private Bezeichnung: Ja

Offizielle Bezeichnung: Nein

Zum Vergleich Dipl. Ing.:

Studiumpflicht: Ja

Sonderregelung: Nein

Titelverwendung: Ja

Berufsbezeichnung: Ja

Augenzwinkernde (Un)Sinnfragen

Was bezweckt die, wie ich meine, Scheunentor-Öffnungsklausel in den bereits ohnehin schon sehr bedenklich wackelnden Scharniere in den europäischen Bauzäunen mit der EURO ING Sonderregelung? Danach reicht nämlich, wie bereits erwähnt, für den Erwerb der o. g. technischen EURO ING Bezeichnung bereits eine Berufsqualifikation statt eines Studium-Handicapnachweises.

Hat nicht von ungefähr die  Praxis längst den folgenden Leitspruch bestätigt: Qualifizierte Fachkenntnisse sind nicht alles, aber ohne fundiertes Studiumwissen ist alles nichts.

Merke: Wissen ist Macht,

Unwissenheit macht nichts,

Halbwissen ist gefährlich,

Allwissend macht einsam.

Wer kann und ist ohne implantierten Realitätsverlust überhaupt in der Lage, überaus komplexe 15-jährige berufliche Tätigkeitsbereiche tatsächlich kompetent und fachlich korrekt ohne durchwinkende Fehldiagnose zweifelsfrei prüfen, geschweige „fälschungssicher“ zu beurteilen? Wie definiert man überhaupt ohne Bewusstseinsstörung unabhängig und transparent den überaus komplexen Ingenieur-Tätigkeitsbereich zwischen Traum und Wirklichkeit in allen seinen funktionstechnischen Facetten? Wie und nach welchen eindeutigen und zweifelsfreien Kriterien soll so eine  berufsspezifische lückenlose Durchleuchtung eines cleveren Blenders mit anwaltlichem Lügenkittelschutz erfolgen? Und das obendrein auch noch im unwegsam verschlungenen  Praxisdschungel mit den hinlänglich bekannten trivialen Möglichkeiten der evtl. Berufsmanipulationen, Biografieveredelungen etc.? Beispiel gefällig? Was würde z. B. ein interaktiver, egozentrischer und zugleich titelloser Saubermann, der zwanghaft beseelt glaubt, sein Beruf sei als Berufung der Mittelpunkt unseres Universums, veranlassen bei ausschließlich regionaler Tätigkeit, d. h. nur in Deutschland arbeitend, die vieldeutige Bezeichnung EUR-ING zu benutzen? Außer, der sich selbst glorifizierende Eurokrat glaubt tatsächlich, er befinde sich bereits im EU–Ausland in dem er allerorten seine europapigmentierte Berufsstandarte stolz in den deutschen Bundesländern vor sich her trägt.  Bingo!

Oder will einer um ein künstliches Hüftgelenk dagegen wetten? Bitte melden!

VDI Qualifikations-Transparenz

Der traditionsreiche Verein Deutscher Ingenieure (VDI) vertritt seit einigen Jahren zu recht unmissverständlich seine Position gegenüber eurokratischen Zertifizierungsbestrebungen für die von ihr vertretenen Ingenieure mit den geschützten Titel-Qualifikationsstandards z. B. Dipl. Ing. und  Bachelor sowie Master.

Der VDI präferiert für im EU-Ausland tätige Ingenieure mit hoher Mobilität die engineerING-card. Die engineerING Card ist ein freiwilliger Berufsausweis für Ingenieure im Kreditkartenformat. Auf diesem Berufsausweis werden Abschlüsse, einschlägige Berufserfahrung und Weiterbildung sowie die Verbandszugehörigkeit des Karteninhabers dokumentiert. Außerdem werden diese Daten in ein Ingenieurregister gespeichert. Den persönlichen Registerauszug kann der Eigentümer der Karte einsehen, ausdrucken und einem potenziellen Arbeitgeber vorlegen. Dieser Registerauszug ist nach dem Muster des europäischen Lebenslaufes aufgebaut. Die Karte soll somit europaweit vergleichbare Standards schaffen und dadurch sinnvoll den länderübergreifenden Einsatz von Ingenieuren verbessern.

Die EngineerING Card können alle Personen beantragen, die einen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang an einer anerkannten Hochschule erfolgreich abgeschlossen haben. Der Berufsausweis ist nicht an eine Mitgliedschaft in einem Trägerverband gebunden. Zur Beantragung der eningeerING Card werden folgende Unterlagen in elektronischer Form benötigt:

Diese Unterlagen werden in der Folge durch eine Registerkommission geprüft. Diese Kommission setzt sich zusammen aus Hochschul- und Wirtschaftsvertretern aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften. Die Registerkommission entscheidet über die Vergabe der EngineerING Card. Grundlagen dieser Entscheidung bilden national und international anerkannte Qualitätsstandards.

Weitere Informationen unter http://www.engineering-card.de/

Ergänzungshinweise: Seit 1. April 2012 gibt es das „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung“ im Ausland  erworbener Berufsqualifikationen (sogenanntes Anerkennungsgesetz). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert hierzu im Internet unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und die Handwerkskammern     z. B. unter www.anerkennung-in-deutschland.de Umgekehrt informieren die Kultusministerien über die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse in Deutschland auf  dem Anabin-Informationsportal unter  http://www.kmk.org

Rückblick > Ausblick > Durchblick

In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, auch die Arbeit des VDI in der Vergangenheit im Sinn des Ingenieurwesens  entsprecht zu würdigen.

Chronologie: Die ad acta Bezeichnung Ingenieur, Betriebsingenieur, Abteilungsingenieur, Oberingenieur, Fachingenieur etc. waren einst ungeschützt und wurden, wie man weiß,  bisweilen auch missbraucht . Es folgt der geschützte Titel Ing. grad. und danach der Dipl. Ing. mit den Hochschulhinweisen Fachhochschule (FH) und/oder Technische Hochschule (TH). Daneben gibt es auch noch die eigenständige wissenschaftliche Qualifikation mit dem Abschlussgrad „Doktor-Ingenieur“ (Dr. –Ing). Ab 1999 wurden aufgrund des Bologna-Prozesses neu europäische Studienstrukturen entwickelt  mit den zweistufigen  Studiengang-Systemabschlüssen  „Bachelor“ und „Master“ nach amerikanischem Vorbild.

Zu der von einigen Fachleuten mit „skeptischer Zuneigung“ gesehene akademischen Bezeichnungs-Situation Dipl. Ing. sowie Bachelor und Master einige Beispiele aus der realen Baupraxis:

Dipl.-Ing. (FH) Architekt H. Meier*

Design Manager Objektplanung / Architectural Design

Dipl.-Ing. Architekt B. Schulze*
Design Manager LEED® AP / DGNB-Auditor

Dipl.-Ing. N. Müller* M.Sc. MBA
Bauingenieur Th. Petersen*

M.Eng. (Master of Engineering)

Designer L. Klein* Bachelor of Art

* Namen geändert

Wer kennt den Wissenschafts- und Forschungs - Code für die akademische Doktorate-Ing. Qualifikationsbezeichnung: Prof. Dr. –Ing. habil Dr. mont.?

Da wir gerade beim Thema Professor sind. Warum gibt es für die gleiche Tätigkeit - nämlich den wohlverdienten Ruhestand – immer noch den akademischen Jargon aus der wissenschaftlichen Designe-Mottenkiste: Prof. em., Prof. pens., Prof. i. R., Prof. a. D. usw. statt einfach Prof. Emeritus? Wer lehrt und prüft kann nicht gleichzeitig „außer Dienst“ sein! Oder?

In Österreich (Küss die Hand gnädigste Frau Geheimrätin mit und ohne Geheimnisse - Habe die Ehre Herr Kommerzienrat mit und ohne Ethik der Monetik), dem Land des unbegrenzten Titelwahn-Sinns gibt es Gutachter-Bezeichnungen beginnend : vom Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger über Ziviltechniker und Gerichtssachverständiger bis zum Amtssachverständigen.

EUR ING Kompetenz-Diagnose

Die sich sarkastisch selbst beantwortenden Provo-Sinnfragen eines desillusionierten Frustraten: Bietet die Bezeichnung EU ING nicht auch evtl. Titel-Fast-Foot-Discounter die Möglichkeit, die eigene nicht prestigeträchtige  Berufsbezeichnungen bewusst zu tabuisieren und stattdessen das eigene Image mit der  weitgehend unbekannten Bildungsbezeichnungen EU ING bequem ohne strapaziöses Studium  zu veredeln? Verführt die Verwendung des EU ING  unter den o. g. Voraussetzungen respektive Nutzeranwendungen aufgrund des getarnten Verwechslungs-Implantats „Ingenieur“ als dekoratives Kopfarbeiterimage im Sinn von „Self-fulfilling prophecy“ (Selbsterfüllung der Vorhersage) nicht evtl. zum vorsätzlichen Selbstadels-Missbrauch? Als Valium für geschundene Technikerseelen ein weiterer Metapha- Bandwurmsatz mit englisch geadelter Aura: Ist die EU ING Bezeichnung tatsächlich eine Reputation („credibiliky by association“) als Bildungsanerkennung („crediblity by certification“)  oder die Verkleidung – sorry - Bekleidung eines vertrauenserweckenden Berufsbildes („credibilitiv by imitation“)? Offensichtlich ist es als Mittel zum Zweck bei chronischer unterbeschäftigten Möchtegern-Akubanten sehr leicht sich mit medial präsenter Glaubwürdigkeit nicht nur selbst zu täuschen. Dementi-Schmerzgrenze erreicht? Bitte im EUR ING Logistikzenter die durchgeladenen Revolverfinger im Halfter lassen. Ist der Weisheit letzter Schuß gekommen, bestimmen Sie das Kaliber und ich die Entfernung; sinnvoll verlängert ad ultimo. Ist der o. g. Frontbericht zum Schießen: „Vier Euro-Kugeln für ein Halleluja - ohne mich“,  okay?

Vorsicht: Möchtegern Ingenieure

Inschinör

Die  Titel-Jagd ist eröffnet

Die Glosse eines weiteren titelgeschädigten Frustraten: Der allgegenwärtige Jagdtrieb einiger durchgeknallter Bällermänner besteht offensichtlich primär darin bequem die imageträchtige Titel - Trophäensammlung mit Hilfe der Ethik der Monetik aristokratisch zu adeln. Diese Profilierungssucht von Titel-Schnäppchenjäger im grünen Trachtenloden ist nicht etwa moderner Halali – Zeitgeist, sondern eine uralte genetisch resistente Prestige-Erb-DNA: „Wir sind wir, und die sind die - die Titellosen“! Was wundert, wenn die modernen Raubritter der egomanen Tafel- oder/und eitlen Schwafelrunde trotz einsetzender Götterdämmerung weiterhin  ständig mit der Büchse der Pandora auf Titel-Pirsch in fremden Revieren herumwildern. Hierbei assoziieren sich  automatisch  Erinnerungen aus dem Kurzzeitgedächtnis. Beispielweise die fehlgeschlagenen Veredelungsversuche bei unterbelichteter Berufsbiografien von Möchtegern Dr. Hochwürden zum rückabgewickelten Herrn Merkwürden aufgrund skandalös verwendeter  Aquademiker-Politur im Namen…..Sie wissen schon, statt der Rose ging`s dann mit dem Dr. Plag. zum Abtörnen in die Eiapopeia 007 Doppelripp-Hose.

Herumdokterei

Aquademische Dr. Jedermann & -frau Titel-Vielfalt mit Einfalt

Uni-Studium: Dr. (höchster akademische Grad), Dr. habil. (abgeschlossene Promotion)

Ohne Studium: Dr. h. c. (honoris causa), Dr. e. h. (ehrenhalber)

Steigerung: Multiplex ab 3 Dr. Titel

Herumdokterei: Dr. a. D. (außer Dienst), Dr. W. C. (Wasser Closett), Dr. Plag. (Plagiat), Dr. a. A. (auf Aberkennung), Dr. No ! (Nein), Dr. a. U. (alles Unfug), Dr. Mabuse (Filmreif),  Doc-Holiday  (Urlaubs-Arzt), Dottore medico (dito Bella Italia).

Dr. Faustus der ewig unvollkommene Scholar

Warum sind nach dem Tremolo: „Schlimmer geht`s immer“ die begehrtesten Ideen zu Titelbetrug immer die geklauten?

Wie hätten Sie denn gerne Ihre Titel-Wunschträume vom persönlichen Spin(n)-Doktor aus seinem lückenlos vernetzten Headhunter Corporate-Portfolio verwirklicht, entweder promoviert oder provoziert mit exorbitanter Doctorate-Chuzpe:  Dr. Best, Dok. Know-all, Dottore Größenwahn, Prof. Dr.-Ing. Nonsen-Dissen, Dock Dods Competion, Dott Speudo, Bergdocktor schieß mich tot usw.? Hierbei ist nicht zu vergessen der seriöse Doktor Ehrenhalber, verliehen mit Capus-Charm ohne Promotion als  honoris causa (Einfachausgabe) und summa cum laude sorry summa summarum (Vielfachausgabe). Hochdekorierter Spitzenreiter bei der überaus großzügigen Spendenvergabe im multiplex Titel-Basar ist ein Amerikaner mit sage und schreibe 150 geschenkten Dr. Auszeichnungen. Mal ehrlich, verkrampfter geht`s in unserer feudalen Gesellschaft nun wirklich nicht mehr. Oder?

Anmerkung: Laut Stern 8/2013 glauben 54% der Bevölkerung, dass das Ansehen  des „Doktor“ Titels inzwischen gelitten hat wobei die Skala derzeit nach oben offen ist

Dr. WC honoris causa

Das Dok-ma der besagten Ehren-Titel-Kürzel lautet wahlweise korrekt entweder Dr. E. h. oder Dr. h.c. Zusätzlich gibt’s im Titelkommerz selbstverständlich auch Botox-Titel-Sonderangebot für pedantische Lifting-Patienten mit besonders ausgefallenen berufsspezifischen Titel-Wünschen z. B. den cleanen Dr. WC, mit den dechiffrierten Lokus-Pokus Code: „Wer muss, muss zahlen“. Folglich wird beim monetären Titel Shopping der würdevolle Dr. h.c. bereits als adäquate „wünsch dir was“ Schnäppchen für ca. 39 Euro verhökert. Solche ad hoc Sonderangebote gelten allerdings nur als limitierte Auflage für hinlänglich bekannt, skurrile Fäkal- sorry Fakultät-Fachbereiche aus der exotischen Kollektion a la Doc. Locutus alias Dr. WC (Wasser-Closet). Hierbei lautet der inkontinente Befindlichkeits-Slogan Molestiae senectutis (Altersbeschwerden) von Dr. Blasius a priori senil sorry habil: Hauptsache oben und unten ist noch alles dicht! In diesem Sinne die „überflüssige“ 00 – Locusweisheit, direkt an der intellektuellen Notdurft-Wasserscheide Normal-Null (.N.N.). Kein popoleeres Geschäft ohne Po- pardon Klo-Papier; servus, wisch und weg!

Hinweis: Evtl. Missverständnissen vorbeugend, es geht im vorstehenden Kontext nicht um die hohen akademischen Titel-Weihen des promovierten Dr. Daher gibt`s zu diesem seriösen Thema bis auf die folgende akademischen Promotions-Benotungsskala O comments!

Akademische Benotungsskala:

Summa cum laude: 1+

(opus eximium)

magna cum laude: 1

(opus valde laudabile)

cum laude: 2

(opus laudabile)

rite: 3 – 4

(opus idoneum)

(Volksmund: rite ist schiete)

insufficienter: 5 – 6

(Klartext: durchgefallen)

sub omni canone: 6-

(Klartext: unter aller Kanone)

Master Dental Technicia

Was wundert, wenn die sich sintflutartig ausbreitende Phobie nach pseudonaiver Titel-Kosmetik gleichzeitig auch ausufernde Begehrlichkeiten in anderen Fach- und Tätigkeitsbereichen verursacht.

Welche Profilneu-Rosen - Blütenträume es bei den Bachelor- und Masterstudiengängen geben kann, zeigt der folgende überaus kuriose Titel-Härtefall aus der Praxis für die Praxis. Bekanntlich hat das Handwerk zwar einen goldenen Boden aber bisweilen versinken darin fundamentale  Moralvorstellungen ins bodenlose. Wie einst zu lese, gibt es im Zahntechnik-Handwerk den Handwerksmeister, der sich als „Master“ bezeichnet, indem er den Ergänzungshinweis „Master Dental Technicia“ (MDT) verwendet. Diese gleichlautenden akademischen Grad (MDT) darf man in anderen Ländern erst nach entsprechendem Hochschulabschluss führen. Wie man sieht, geht es bei der moralresistenten Titelsucht  immer noch schlimmer!

So trägt beispielsweise eine 68er Handwerker- Spätlese den stolzen Titel Dipl. Gas- und Wasserinstallateurmeister. Es lebe die Rohrzange!!!

Mit allem Respekt

Respekt und Wertschätzung gegenüber denjenigen, die ihr geistiges Eigentum rechtmäßig durch eigene Arbeit, Fleiß und Schweiß  erworben haben,  beweist auch der seriöse Umgang gegenüber akademischen und/oder staatlichen Hochschulabschlüssen wie z. B. der besagte Titel Dipl. Ing. Oberstes Gebot (human factor) sollte trotz aller menschlicher Alltagsschwächen sein, bewusst illegitime Trugschlüsse zu vermeiden. Versuche, dieses fair Play durch die Verwendung bestimmter Bezeichnungen und/oder unklarer Wortbegriffe auf Kosten des o. g. rechtlichen Titelschutzes zu verwässer oder gar irreführend aufzuweichen ist kontraproduktiv. Ross und Reiter müssen nicht genannt werden, denn der Beitrag spricht, wie ich meine, für sich.

Gutachten gefällig oder gefällige Gutachten

Zur vorstehenden Überschrift passend geht es in der Folge jedoch nicht etwa um evtl. karikative Akquisition für den Gutachterbereich im allgemeinen sondern um die Funktion der Kontrollmechanismen im besonderen. Faktum ist, dass  die allgemeine Bezeichnung Gutachter offiziell nicht rechtlich geschützt ist. Bekanntlich obliegt es Industrie und Handelskammern, sowie Handwerkkammern, Ingenieur- und Architekten-Kammern u. ä. Institutionen die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Gutachtern bzw. Sachverständige durchzuführen. Neben den vorstehenden ö. b. u. v. Gutachtern mit Rundstempel  gibt es auch Gutachter in freien Sachverständigen–Vereinigungen wie z. B. Ring Deutscher Gutachter GmbH usw. So erteilt beispielsweise die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine  „Ermächtigungen für Sachverständige“ für die Prüfarten B1 bis B4. Neben den ohnehin selbst für Fachleute bisweilen verwirrenden mehr oder weniger autorisierten Gutachterwesen gibt es eine Vielzahl von Gutachtern die ohne offizielle Autorisierung d. h. als Einzelkämpfer tätig sind. Dies ist jedoch kein Grund, die Kompetenz bzw. die  Qualifikation von solchen unautorisierten Einzelkämpfern pauschal in Frage zu stellen. Denn schließlich gibt es unter ihnen zweifelsohne exzellente Fachgutachter, von denen z. B. einige  sogar offizielle Dipl. Ing. Fachstudium-Abschlüsse besitzen.

Vertrauen ist gut – ISO Kontrolle ist besser

Im Bedarfsfall erscheint es durchaus  sinnvoll, sowie auch bei Rechtsanwälten etc. üblich,  ggf. die fachspezifische Berufsqualifikation mit dem dazu gehörenden Studium Abschluss z. B. Meister, Techniker, Dipl. Ing. oder akademischen Titel zu prüfen um weitgehende Sicherheit über die benötigte Eignung für den anstehenden speziellen  Klärungsbereich zu bekommen. Dass bei Rechtsverfahren Richter den Gutachter nach ihrer Wahl vorschlagen bzw. bestimmen, versteht sich von selbst.

In diesem Zusammenhang sei auf die sinnvolle jedoch erstaunlicherweise nach wie vor weithin unbekannte Möglichkeit der Dienstleistungs-Zertifizierung für Personen entsprechend der DIN EN ISO/IEC 17024 erwähnt. Sie bietet mittels Konformitätsbewertung den offiziellen Nachweis technischer Kompetenz, welche den normativen Anforderungen auf international vergleichbarem Niveau entspricht. Zuständig ist die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin (DAkkS). Sie unterliegt den deutschen Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) etc. (siehe Googel Dakks.de).

Weiterhin gibt es in diesem Zusammenhang die Internationale Akkreditierungsorganisation International Laboratory Accreditation Cooperation (ILAC)

 

 

 

Titel – Thesen – Tarnen - Täuschen

Bekanntlich gibt es nichts, das es nicht gibt! In der Rechtsmedizin, nicht zu verwechseln mit der Apotheken-Rundschau, gilt bei Selbstbetrug a´la „Schwangerer Mann hat entbunden“ die strafmildernde Putativnotwehr: „Subjektiv glauben, was es objektiv nicht gibt“. Daher wäre einmal hypothetisch und rein  informationshalber versteht sich, interessant, welche Risiken und Nebenwirkungen  die o. g. Rechtsmedizin hätte und welche waren Motive u. a. selbst auch bisweilen ö. b. u. v. Gutachter (Sach- oder Schwachverständige sind auch bloß Menschen) tatsächlich hätten, wenn sie plötzlich:

a) die Bezeichnung EU Ing. plakativ ohne Hinweis auf ihr (fehlendes) Studium bzw. außergewöhnliches Fach-Know how verwenden,

b) im Rundstempel gleichzeitig zweimal der Titel Dipl. Ing. stünde, einmal mit Studiumhinweis und einmal ohne, d. h. ganz bewusst mit frei interpretierbarem Freiraum für alle möglichen Studium-Spekulationen. Wenn z. B. die eigenen Studienabschlüsse so gar nicht in das zu vertretene Anforderungsprofil der Gutachtertätigkeit passen wollen z. B. Wirtschaftsstudium statt notwendigesTechnikstudium,

c) der Political Correctness und der ständig, als offenes Geheimnis brodelnden Gerüchteküche geschuldet, einmal kritisch hinterfragt wird, ob es nicht möglicherweise doch Sachverständige gibt, die:

1. Wider besseren Wissens und zugleich vorsätzlich die gutachterliche korrekt zu beachtenden Leidlinien gegenüber anderen Fachgutachter-Kollegen illoyal ignorieren, indem sie mit naiver Selbstüberschätzung die Coups besitzen einfach Fachgutachten über eindeutig sachfremde Fachgebiete zu erstellen. Unmissverständlicher Klartext: Rotzfreches Herumwildern in fachfremden Sachverständiger-Revieren mit dem vermeidlichen Freibrief-Kalkül des Gutachter- Privilegs hat für solche einfältigen Naivdenker ggf. nicht nur privatrechtliche Konsequenzen zur Folge. Die zwanghaft an notorischen Realitätsverlust leidenden dumm dreisten Rufschänder der seriösen Gutachterbranche müssen aufgrund ihrer impotenten Techno-IQ-Beschränktheit evtl. auch noch für Schandsersatzansprüche aufkommen. Was wundert, wenn es dann in Gutachten von solchen Schwachverständigen-Koryphäen  mehr ungeklärte Fragen als Antworten gibt bzw. falsche Antworten zu nicht gestellten Fragen.

2. Die o. g. strengen Kriterien gelten hingegen nicht, wenn z. B. ein überehrgeizig getriebenes Gutachtergenie a) außer einen handwerklich ehrenwerten Gesellenbrief ansonsten keine Studium-Qualifizierung besitzt und b) als chamäleonartiger Cleverlie-Blender profitabel versucht, sein gutachterliches Ausbildungsdefizit mit verquaster No(r)menklatura bzw. Selbstdarstellungsmakulatur verkleisternd zu tabuisieren.

3. Sollte es sich hierbei allerdings um einen vereidigten Gutachter eines Fachbereiches handel, in dem es z. B. ein Technikstudium als amtliches Qualifizierung-Gütesiegel gibt und das autorisierte Gutachter-Zertifizierungs-Institution dieses Insiderwissen  besitzt, und nicht aktiv handelt, bestünde diesbezüglich ggf. entsprechender Klärungsbedarf.

4. In ähnliche Richtung gehen auch gutachterliche Nostalgiker oder Auslaufmodelle ohne Titel-Bestandsschutz die in ihren Briefköpfen z. B. Hinweise wie: ehemals ö. b. u. v. Gutachter, bis 12.10.2008 ö. b. u. v. Sachverständiger usw. verwenden, obwohl solche persönliche „Erinnerungs-Nachrufe“ aus dem Langzeitgedächtnis laut IHK verboten sind.

Nein! Sie sind in keinem der o. g. 4 Ziffern gemeint; evtl. Ähnlichkeiten sind rein zufällig. Ein Schelm, der nicht an Zufälle glaubt und stattdessen Vorsatz unterstellt.

Wahrheit und Klarheit

Mögliche Missverständnissen bereits im Vorwege zu vermeiden nochmals der Hinweis: Die bisweilen kritischen Erläuterungen und Hinweise mit ernstem Hintergrund sind, wie bereits eingangs erwähnt,  ganz bewusst zum juristischen Selbstschutz als ironisch überspitzte  Technikprosa zum Schmunzeln verfasst und von daher auch so im lesefreundlich veredelten Satire-Gesamtkontext zu verstehen. Andernfalls geht nicht nur der investigative Journalismus im Pool der Erkenntnis baden, sonder evtl. auch im eigenen Angstschweiß badende engagierte Autoren.  Ohne diese verantwortungsbewussten Leistungsträger würde nämlich unser vorbildliches Wirtschaftssystem nicht so optimal funktionieren. Hierzu gehört allerdings auch das Plädoyer „Wahrheit und Klarheit“. Denn wer an die Quelle will, muss bekanntlich gegen den Strom schwimmen ohne hierbei die Daseinsberechtigung gleichwertiger Qualifikationsmöglichkeiten generell in Frage zu stellen. Dabei sollte man aber auch nicht die Risiken und Nebenwirkungen der Titel-Design-Droge aufgrund irdisch menschlicher Charakterschwächen mit der folgenden Suchtmischung ignorieren, sonder kurzerhand konfiszieren: Selbstherrlichkeit, Egozentrik, Allmachtfantasien, Narzissmus, Rheumatismus usw. usw. Nur, wie soll das therapeutisch ohne Risiken und Nebenwirkungen erfolgen? Sicher nicht mit der Prämisse: Meine Meinung steht fest, folglich stören Sie diese nicht mit Fakten.

Resümee

Warum das Engagement? Weil meine persönliche Wertschätzung und  Respekt uneingeschränkt dem anspruchsvollen Studium zum Erreichen der geschützten akademischen Titel: Dipl. Ing., Bachelor, Master incl. des ehrenwerten Techniker- und Meisterstudiums gilt und nicht irgendwelche bequeme Placebo-Mogelpackungen auf Kosten der o. g. Studiumleistungen. Mit viereinhalb jährigem Abendstudium an einer staatlichen Ingenieurschule  und gleichzeitigem Vollzeitjob als Monteur am Bau und anschließend im Büro kennet man die Risiken und Nebenwirkungen der Praxis.

Selbsterkenntnis: „Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern der lebenslange Versuch, sie zu erwerben“. Albert Einstein

Den Rest überlasse ich Ihrer Fantasie.

-FINISCH-

Gutachter Christoph Saunus